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Vorhandene Dialogmoeglichkeiten Schnittstelle Mensch-Maschine
Hierbei kann man in zeichenorientierte und in grafische Benutzeroberflaechen unterscheiden, wobei beide ihre Vor- und Nachteile haben. Desweiteren gibt es noch die Spracheingabe, bei der der Benutzer ueber ein mit dem Computer verbundenes Mikrofon Befehle eingibt. Diese Moeglichkeit existiert jedoch meist nur in Addition zu einem der eben genannten Oberflaechen.
Zeichenorientierte Interaktion basiert auf der Eingabe von Befehlen, Codes, Schluesselwoertern, Programmiersprachen usw. ueber Tastatur. Sie scheint fuer viele Benutzer schwieriger, da man hier meist Kommandos wissen muss, um das System per Eintippen dieser zu bedienen. Nebenbei bietet es aber auch Dialoge mit alternativen Eingabemoeglichkeiten oder ueber Funktionstasten an.
Grafische Interaktion beruht im Grunde auf dem Auswaehlen von Gesehenem, was Benutzern mit geringen Computerkenntnissen einfacher faellt. Sie bedient sich vieler verschiedener Elemente, die hier kurz erlaeutert werden:
Buttons
Eine aus der analogen Welt uebernommene Art der Darstellung und Verhaltensweise von Elementen, deren Betaetigung das Aktivieren von Zustaenden/Werkeugen oder das Ausloesen von Aktionen bedeutet. Daher unterscheidet man visuell bei Buttons vier Darstellungsformen: "nicht benutzbar", "unbenutzt", "in Benutzung" und manchmal auch noch "benutzt". Die verschiedenen Zustaende werden meisst durch Veraenderung der Farbe dargestellt, d.h. sie werden optisch hervorgehoben bzw. zurueckgesetzt. Desweiteren gibt es noch "Default" Buttons. Ein Button wird als Default Button dargestellt, d.h. optisch hervorgehoben und per Enter und Return betaetigt, wenn der Benutzer diese Funktion mit hoechster Wahrscheinlichkeit betaetigen wird. Wenn die auszuloesende Aktion fatal enden koennte, wie das Loeschen der Festplatte, sollte das Abbrechen des Vorgangs als Default Button definiert werden.
Text entry / Texteingabefeld
Hierbei handelt es sich um ein meist leeres Feld, welches den Benutzer zur Texteingabe auffordert. Bevor man den Text eingibt, muss dieses Feld aktiviert sein. Der aktivierte Zustand wird meist durch einen hervorgehobenen oder zusaetzlichen Rahmen erkennbar oder dadurch, dass der Inhalt markiert ist.
Radiobuttons
Ein Radiobutton taucht nie allein auf. Diese Buttons stehen vor Begriffen, von denen meist schon einer, der oberste, der am ehesten zutreffende oder der vom Anbieter bevorzugte ausgewaehlt ist. Die Auswahl ist so konzipiert, dass -analog wie bei einem Radio nur ein Sender gewaehlt werden kann- nur ein einziger Begriff aktiviert werden kann.
Radiobuttons bestehen aus einem einfachen Kreis, der aktivierte zusaetzlich aus einem kleineren, schwarz gefuellten in der Mitte.
Check boxes / Checkboxen
Aehnlich wie den Radiobuttons dienen Checkboxen der Auswahl und dem Aktvieren von bestimmten Begriffen, Zustaenden und Anzeigen. Jedoch sind hier mehr als nur eine Antwort moeglich.
Eine Checkbox besteht aus einem kleinen einfachen Quadrat. Neben ihr steht der dazugehoerige Begriff. Wird er per Klick in das Kaestchen aktiviert, so erscheinen darin die Diagonalen des Quadrats, ein Kreuzchen. Checkboxen koennen jederzeit wieder, ebenfalls durch einen Klick, deaktiviert werden.
Palettes / Paletten
Paletten bieten die Auswahl verschiedener Funktionen und derer Varianten an.
PopUps
Nach dem Aufrufen einer Handlung oder dem Taetigen einer Aktion aufspringende Fenster, die zusaetzliche Informationen anbieten oder zum Dialog auffordern. Durch Bestaetigen einer Eingabe oder Druecken eines "Schliesse-Buttons" verschwinden diese Fenster wieder.
Menues
Sie dienen der uebersichtlichen Auswahl von Handlungsalternativen. Menues koennen hinsichtlich der Dimension ihrer Menuestruktur klassifiziert werden: einfaches Menue, lineares Menue, hierarchisches Menue, einfache/mehrfache Auswahl aus einer Menueseite, permanente/temporaere Menuedarbietung, einstufige/zweistufige Ausloesung.
Pulldown-Menues
Menues, bei denen nur die aktuell gewaehlte Funktion oder eine Aufforderung zum Waehlen einer solchen sichtbar ist. Erst wenn man auf das Menue, meist in Form eines Buttons als schmales Rechteck, klickt, oeffnet es sich in vertikale, auch durch kleine Pfeile, die manchmal, wenn das Pulldown-Menue eine Kombination aus Texteingabefeld und Button ist, einzige Moeglichkeit zur Interaktion bieten, angezeigte Richtung und man erhaelt Zugang zu den anderen anwaehlbaren Funktionen. Diese aktiviert man, in dem man erst die Maus auf den gewuenschten Zielbegriff bewegt und dann klickt oder man bewegt die Maus gedrueckt zum Zielbegriff und laesst dann los. Die Begriffe, ueber denen sich die Maus bewegt, werden meist invertiert oder anderweitig grafisch hervorgehoben, um dem User eine visuelle Rueckmeldung zu geben.
Dialog Boxes / Dialogboxen
Wie der Name sagt, bieten diese Elemente dem User einen Dialog an. Er basiert auf Zeicheneingabe und/oder Auswahl per Maus und spezifiziert somit Eigenschaften von Objekten oder Handlungen.
Toolbar
Befindet sich meist unter der Menueleiste eines Programms. Hier sind Aktionen oder Werkzeuge in Form von Buttons mit Icons aufgelistet. Meist werden die Buttons in teilweise kontextabhaengige Gruppen zusammengefasst und diese voneinander leicht separiert, um bessere Uebersicht und somit schnellere und fehlerfreie Benutzung zu gewaehrleisten.
Spin Boxes
Kaestchen, die man anfassen und drehen oder in denen etwas im Kreis bewegt werden kann.
Sliders / Schieberegler
Werden genutzt, um Funktionen abzustufen oder eine Mischung aus zwei Elementen herzustellen, bzw. zu differenzieren. Im einfachsten Fall besteht ein Schieberegler aus einer Strecke, an der entlang ein Dreieck, dessen eine Spitze zur Strecke zeigt, um die Position zwischen den beiden Elementen zu beschreiben, verschoben wird. Die Seite zwischen den beiden anderen Spitzen steht parallel zur Strecke und bietet die groesste Angriffsflaeche/meisten Angriffspunkte fuer die Maus zum Verschieben des Dreiecks.
Scrollbars / Scrollbalken
Aus begrenzter Bildschirmgroesse resultierende Idee, verdeckte Bereiche der Arbeitsflaeche(n) o.ae. ins Bild zu ruecken. Die fuer horizontal und vertikal existierenden Balken bestehen aus zwei Pfeilbuttons fuer das Bewegen des Inhaltes in positive und negative Richtung, sowie aus einem, gewoehnlich dazwischen befindlichen, die Position anzeigenden Balken, der ebenfalls zum Verschieben der Flaeche dient.
Tooltips
Kleine Hilfe in Form von in farblich abgehobene Rechtecke gefassten Begriffen, die erscheint, wenn man die Maus eine Sekunde lang ueber einem Button ruhen laesst.
Static text
Statischer Text ist in Dialogfenster eingebettet und kann vom Benutzer nicht geaendert werden. Sein aktiver oder nichtaktiver Zustand ergibt sich daraus, ob der Text fuer die momentan angewaehlte Funktion von Bedeutung ist.
Progress indicators / Prozessverlaufsanzeige
Ein als leer vermittelter Balken, der sich parallel zum Verlauf eines Prozesses von links nach rechts fuellt und somit den User abstrakt ueber den zeitlichen Fortlauf dieses Prozesses unterrichtet.

Quelle: Diese Analyse wurde im Rahmen einer Studienarbeit im Sommersemester 2000 angefertigt.

Interaktion

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